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26.11.2019

Weihnachtsspendenaktion der SZ startet

Dr. Kurt Sabathil, Geschäftsführer von Schwäbisch Media, und Dr. Hendrik Groth, Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung (stehend), informierten sich im Oktober 2019 im kurdischen Flüchtlingscamp Mam Rashan im Nordirak über die Lebensbedingungen der Flüchtlinge. In der Schule kamen sie mit Kindern ins Gespräch.

Fluchtursachen bekämpfen, menschenwürdiges Leben ermöglichen: Die Schwäbische Zeitung ruft ihre Leser in den kommenden Wochen dazu auf, konkret Hilfe zu leisten. Mit den Spenden aus der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ werden Projekte in drei Flüchtlingscamps im Nordirak und in über 80 lokalen Initiativen und Caritas-Projekten, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, gefördert. Prominentester Unterstützer der Weihnachtsspendenaktion ist Dr. Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der am Donnerstag, 5. Dezember, zu einem Vortrags- und Gesprächsabend nach Biberach kommt.

Ravensburg, 26. November 2019 – Im vergangenen Jahr spendeten die Leser über 526.000 Euro. Die Spendengelder werden aufgeteilt: Eine Hälfte fließt in die Flüchtlingscamps im Nordirak, die andere Hälfte in die lokalen Projekte. Alle Projekte werden bis zum 5. Januar 2020 in der Schwäbischen Zeitung präsentiert. Online sind die Beiträge unter www.schwaebische.de/weihnachtsspendenaktion abrufbar.

Engagement für Flüchtlinge im Nordirak

Dr. Kurt Sabathil, Geschäftsführer von Schwäbisch Media, hat in diesem Jahr einmal und Dr. Hendrik Groth, der Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung, zweimal die Provinz Dohuk in der autonomen Region Kurdistan im Nordirak besucht. In über 20 Camps leben dort über 600.000 Flüchtlinge: Opfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“, die im Jahr 2014 die Menschen im Nordirak überfiel. „Wir engagieren uns seit 2016 mit unseren Partnern, dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen, in den beiden Flüchtlingscamps Mam Rashan und Sheikhan“, berichtet Dr. Hendrik Groth. „Die Flüchtlinge sind Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden und müssen unter prekären Bedingungen leben.“ Und Pfarrer Oliver Merkelbach, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart, begründet das Engagement seines Hauses: „Die Menschen leiden unter den schlimmen Erfahrungen, die sie bei der Flucht gemacht haben. Hinzu kommt oft die Ungewissheit, was aus ihren Familienangehörigen und ihnen selbst wird. Es ist so wichtig, dass sie durch die Hilfen im Nordirak und auch hier im Südwesten eine Perspektive für ihr Leben erhalten. Und das ermöglichen die Spenden.“

Bildung, Arbeitsplätze, Therapie und Sport: „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesen Schwerpunkten die oftmals schwierige Lebenssituation der Menschen hier in den Camps nachhaltig verbessern können“, fasst Dr. Hendrik Groth zusammen. In diesem Jahr soll vor allem die Situation von Frauen verbessert werden, die oft allein leben: „Wir werden unsere Leser informieren und um weitere Spenden bitten“, kündigt der Chefredakteur an. „Auch auf diese Weise beseitigen wir Fluchtursachen!“

Weiter brauchen Flüchtlinge Hilfe, die aus der Kampfzone im Norden Syriens nach Kurdistan kommen und jetzt in Zelten mit Betonböden wohnen. Dr. Hendrik Groth: „Hier besorgen unsere Partner Isoliermatten, die die Menschen vor der beißenden Kälte schützen.“

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kommt nach Biberach

Die Situation im Irak kennt auch Dr. Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gut. Er unterstützt die Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ der Schwäbischen Zeitung und wird im Martin-Luther-Gemeindehaus (18.30 Uhr, Waldseer Straße 18, Biberach, Eintritt frei) über das Engagement seines Ministeriums in Kurdistan referieren. Anschließend werden der Minister und der Gouverneur der Provinz Dohuk, Farhad Atrushi, mit Chefredakteur Dr. Hendrik Groth über die Situation vor Ort – vor allem in den Flüchtlingscamps – diskutieren.   

 

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Die lokalen Initiativen, in die die Hälfte der Spendenerlöse aus „Helfen bringt Freude“ fließt, unterstützen ganz verschiedene Projekte in aller Welt.

 

Einige Beispiele:

Der katholische Pfarrer Thomas Barungi, der vor Jahren als Vikar in Laupheim tätig war, hat in seiner ugandischen Heimat – auch mit Unterstützung der Kolpingfamilie Laupheim – eine Schule aufgebaut, die sich dank ökologischer Landwirtschaft zu einem Gutteil selbst versorgen kann. Derzeit werden rund 280 Kinder unterrichtet. Mit den 3.000 Euro aus der Aktion „Helfen bringt Freude“ im Jahr 2018 sind die Küche und die Bibliothek der Schule erweitert worden.

Die Afrikahilfe der Ertinger Kolpingfamilie hat die Spende von 3.000 Euro für die weitere Ausstattung der Lehrwerkstatt in der Missionsstation Kifungilu in den Usambara-Bergen von Tansania verwendet. Sechs einheimische Lehrlinge haben dort im Frühjahr ihre Ausbildung im Schreinerhandwerk begonnen. „Die großen Maschinen sind aufgestellt“, berichtet Richard Neubrand von der Afrikahilfe. „Es funktioniert alles.“ Mit der Spende konnte noch fehlendes Werkzeug für die Werkstatt und die angehenden Schreiner beschafft werden.

3.000 Euro: Damit hat der Tuttlinger Verein „Women for Women“ sein neues Projekt zur Alten- und Krankenhilfe in Kenia finanziert. 500 Euro monatlich muss Organisatorin Christina Schreiber dafür aufbringen. Ein halbes Jahr ist mit der neuen Spendensumme nun abgedeckt. Über dieses Projekt versorgt der Verein 40 Hinterbliebene und Kranke 14-tägig mit Grundnahrungsmitteln.

Das Kinderdorf Mariphil auf den Philippinen hat von den 3.000 Euro Spendengeldern zusätzliche Kinder im Heim aufgenommen. „Ein Kind kostet pro Monat etwa 150 bis 160 Euro“, sagt Martin Riester, der Projektverantwortliche. Entsprechend können von 3.000 Euro zwei Kinder für fast zwei Jahre versorgt werden.

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